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Anne (2) Verwandte Seelen
Geschrieben von: Ingo Möller    Samstag, den 01. März 2008 um 01:00 Uhr    PDF Drucken E-Mail
anne-folge02.jpgPrince Edward Island, Kanada, im ausgehenden 19. Jahrhundert:
Mittlerweile hat sich das Waisenmädchen Anne Shirley schon gut bei den Geschwistern Cuthberts auf Green Gables eingelebt. Mit klopfendem Herzen erwartet sie den ersten Besuch auf der Nachbarfarm Orchard Slope, wo die Familie Barry mit ihren Töchtern lebt. Anne hofft, dass die gleichaltrige Diana Barry die von ihr ersehnte „verwandte Seele“ sein wird, die erste leibhaftige beste Freundin. Allerdings ist Mrs. Barry eine sehr strenge Frau, die ihre Töchter nicht mit jedem spielen lässt… anne-folge02.jpg

Inhalt:
Prince Edward Island, Kanada, im ausgehenden 19. Jahrhundert:
Mittlerweile hat sich das Waisenmädchen Anne Shirley schon gut bei den Geschwistern Cuthberts auf Green Gables eingelebt. Mit klopfendem Herzen erwartet sie den ersten Besuch auf der Nachbarfarm Orchard Slope, wo die Familie Barry mit ihren Töchtern lebt. Anne hofft, dass die gleichaltrige Diana Barry die von ihr ersehnte „verwandte Seele“ sein wird, die erste leibhaftige beste Freundin. Allerdings ist Mrs. Barry eine sehr strenge Frau, die ihre Töchter nicht mit jedem spielen lässt …

Bewertung:
Der zweite Teil der „Anne" Reihe von Titania Medien setzt genau dort an, wo der erste aufgehört hat. Die einmal mehr wunderbar von Marie Bierstedt in Szene gesetzte und in phantasievollen Ergüssen redende und sich darstellende sympathische junge Anne Shirley gewinnt mit der Tochter der Nachbarn ihrer Adoptiveltern Marilla und Matthew Cuthbert eine neue innige Freundin.
Sie und ihre Busenfreundin Diana Barry haben allerdings so einiges auszustehen und nicht zuletzt aufgrund eines Missverständnisses wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt...
Die bereits bei Folge eins über mich gekommene Faszination von der Art und dem Umfang der hörspieltechnischen Umsetzung des ersten „Anne" Romans von L. M. Montgomery hält mich auch bei der zweiten Episode uneingeschränkt gefangen.
Neben den mittels hervorragend eingesetzter Geräusche angenehm authentisch und wohlwollend metaphorisch dargestellten Szenerien auf und rund um Green Gables sind es einmal mehr die zeitgetreu verzaubernden Dialoge, die von mir Besitz ergreifen.
Die gegenteiligen Charaktere beleben die Erzählung und verschaffen beim Hören der CD stets ein unterschwelliges prickelndes Knistern. Zum einen die junge Anne, die in ihrer Art so wunderschön kindlich naiv in übertriebenen Formulierungen aufgeht und zum anderen ihre Adoptivmutter Marilla Cuthbert, die im Stile einer ihre Kleine stets behütenden und zur Vorsicht mahnenden Mutter (man kann hier fast schon Großmutter sagen) agiert und famos von Hörspiellegende Dagmar von Kurmin gesprochen wird.
Es beginnt sich bereits bei dieser Episode zu zeigen, dass Anne ihren eigenen Kopf voller phantastischer Gedanken hat und diese am liebsten in höchstem Maße uneingeschränkt ausleben möchte. Und wer sich ihren Vorhaben nicht kompromisslos unterordnet, der bekommt es auf anstrengendem Wege mit ihrer zwar sympathischen aber dennoch für die jeweiligen Beteiligten anstrengenden Naivität zu tun. Die weitere Entwicklung speziell in diesem Punkt bleibt abzuwarten.
Man bekommt bei „Verwandte Seelen" einen Einblick über die ersten von Anne neu geknüpften sozialen Kontakte in der Schule, lernt aber auch ihre besondere Hartnäckigkeit kennen und ist zugleich erstaunt darüber, dass das junge Waisenkind scheinbar von bestimmten Dingen und Verhaltensweise, die es sich in den Kopf gesetzt hat, nicht einen Millimeter abzurücken bereit ist.
Titania Medien liefert auch mit diesem zweiten Teil ganz großes nostalgisches Kino für die Ohren!

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